Home Über mich Werdegang
Beitragsseiten
Werdegang
Seite 2
Seite 3
Alle Seiten

Erste künstlerische Imulse mit 15Den ernsthaften Wunsch künstlerisch zu arbeiten, hatte ich schon im Alter von 15 Jahren. Zwei Jahre später, 1975 bestand ich die Aufnahmeprüfung an der Hochschule für industrielle Formgestaltung, Halle / Burg Giebichenstein und erhielt die Zulassung zum Studium im Fachbereich Keramik. Nach der Gesellenprüfung als Töpferin nahm ich 1978 in Halle das Keramikstudium auf, das ich 1983 mit dem Diplom abschloss. Dort erhielt ich wichtige Impulse von meinen Lehrern Heidi Manthey, Lothar Sell, Professor Martin Wetzel, besonders aber Gertraud Möhwald. Nach dem Studium gründete ich in Mecklenburg eine eigene Werkstatt. Hier lebe und arbeite ich seitdem als freie Künstlerin.

Dank einer soliden handwerklichen und künstlerischen Ausbildung habe ich in vergangenen Jahren die verschiedensten Arbeitsfelder im Bereich der Keramik ausloten können. Ich schätze die Gratwanderungen und ungewöhnliche Kombinationen im Bereich der Materialien und Themen. Immer wieder und immer noch begeistern mich die plastischen, malerischen, und funktionalen Ausdrucksmöglichkeiten der Keramik, sowohl im Gefäßbereich als auch in der freien Plastik.

KannenobjektePorzellansamovarIn der Gefäßkeramik arbeite ich sowohl in einer spielerischen, spontanen Weise, aber auch streng und logisch konstruierend, mit und ohne Augenzwinkern. Es entstehen Gefäße, Objekte, Services, freie Arbeiten und solche mit Gebrauchswert. Je nach Gestaltungsziel kombiniere ich gedrehte, gezogene und aus Platten gebaute Grundkörper. Ich habe eine Dekortechnik entwickelt, bei der beginnend mit einem zarten Relief die Malerei mit farbigen Engoben und Glasuren zu einer das jeweilige Gefäß charakterisierenden „Haut“ verschmilzt. Eine Ausnahme bilden einige weiße Porzellane, bei denen ich allein die klare Form wirken lasse. 1987/88 habe ich das erste Mal im Thüringer Porzellanwerk Wallendorf meine Ideen verwirklichen können. Es folgte die Teilnahme an zwei internationalen Porzellan-Symposien. Die Arbeit mit Porzellan habe ich in Abständen immer wieder aufgenommen.


NippesIn meinen plastischen Arbeiten beschäftige ich mich mit Porträts, kleinen aber auch lebensgroßen Figuren, fantasievolle Pflanzen- und Tierplastiken. Es entstehen Objekte, die streng gebaut sind oder spielerisch dekorativ, wie „ Zauberblumen“, Schachspiele, Schmuck, Handschmeichler, Nippes und Gartenplastik usw.

Seit 1986 habe ich regelmäßig sehr unterschiedliche zwei– und dreidimensionale. Aufträge für den öffentlichen Raum ausgeführt.

Porzellansamovar In meiner Werkstatt entstehen farbig engobierte und glasierte Arbeiten mittlerer Größe. Für größere und spezielle Projekte arbeite ich in den entsprechenden Firmen, die z.B. Klinker, Beton, Porzellan oder Glas herstellen.

Die industriellen Bedingungen, die ich in den Betrieben vorfinde und nutze, ergänzen und befruchten meine Arbeit nicht zuletzt mit der Möglichkeit, große räumliche Formate zu bewältigen. Mich reizt die Auseinandersetzung mit den verschiedenen, ästhetischen und formalen Besonderheiten der industriellen Fertigung von Klinkern, Beton, Porzellan, Stahl, Eisenguß und Glas und deren vielfältige Ausdrucksmöglichkeiten.

Brunnen im TessinDarüber hinaus ist die Ausführung meiner Ideen oft Teamarbeit. Ich habe vielfältige Erfahrungen gesammelt, die Arbeit von Brunnenbauern, Maurern und Pflasterern usw. zu koordinieren und anzuleiten, als Bauleiter, von der Planung bis zur Übergabe.

Die wohl wichtigste Werkgruppe bilden die freien und architekurbezogene Arbeiten aus Klinker, wie Brunnengestaltungen, Skulpturen und Boden- und Wandgestaltungen. Seit 1985 arbeite ich in verschiedenen Klinkerwerken. Ich habe eine strenge, aber weich geschwungene Formensprache entwickelt, belebt durch diverse Strukturen, das Fugenraster und manchmal auch durch eine farbige Engobenmalerei.


Ich beschäftige mich intensiv mit Malerei, Frafik und Fotografie.Ich pflege weite Interessengebiete, die ein passives und aktives Genießen der verschiedenen Künste einschließen. So beschäftige ich mich intensiv mit Malerei, Grafik und Fotografie. Verschiedene Studienreisen vertieften eigene Standortbestimmungen. Sie führten mich unter anderem nach Samarkand und Buchara, nach Venedig, Paris und Barcelona, Uppsala, New York und nach Ägypten. Dieses Land hat mich besonders berührt, so dass ich mich dort einer kontinuierlichen, auch künstlerische Auseinandersetzung stelle. Ausgleich und Inspiration suche ich zudem in der Beschäftigung mit Tai Chi und mit dem Obertonsingen.

Vielfältige Anregungen bekomme ich auch aus der mich umgebenden Landschaft. Dabei lebe ich sehr bewußt in dem Kontrast, mitten in der Natur zu sein und von Zeit zu Zeit die Auseinandersetzung mit großstädtischen Angeboten zu suchen.

Wissen weiter gebenDas Weitergeben eigener Erfahrungen bietet immer die Chance zu einer anregenden Zusammenarbeit. Ich wünsche mir, das breite Spektrum meiner Interessen und Tätigkeiten erfolgreich weiter entwickeln zu können und anregend in einem fruchtbaren Geben und Nehmen mit Freunden, Gästen und Kunden zu wirken. So gab es im Laufe der Jahre kürzere Lehrtätigkeiten als Gastdozentin, zum Beispiel in der Weiterbildung von Kunsterziehern in Rostock, an der Fachhochschule Heiligendamm, dem Institut für Kunsterziehung der Universität Greifswald und an der Hochschule der Künste in München. Ich arbeitete mit Schülern und als künstlerische Leiterin mit jungen Erwachsenen in internationalen workcamps. Im Rahmen des Projektes Künstler für Schüler habe ich z.B. den Kurs „ Keramik brennen in alternativen Öfen“ durchgeführt. Auf dem Sinai betreue ich Kursteilnehmer und in meiner Werkstatt zeitweise Praktikanten und Mitarbeiter.